Die Geschichte der Kirchenmusik in unserer Kirchengemeinde

Die Kirche St. Leonhard ist eine der ältesten Kirchen Nürnbergs und wurde 1317 außerhalb des ersten Stadtmauerrings geweiht. Im Zuge der Einführung der Reformation wird St. Leonhard, zunehmend von St. Lorenz losgelöst, eigenständige Pfarrei.

St. Leonhard gehörte 1810 mit St. Johannis und St. Bartholomäus zu den drei neu gebildeten protestantischen Pfarrsprengeln des Burgfriedens. Seit 1809 gehörten 35 Orte zu St. Leonhard, darunter Dutzenteich, Flaschenhof, Gostenhof, Glockenhof, Lichtenhof, Schweinau, St. Peter, Ziegelhütte, u. v. a.

Schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts wird die Kirchenmusik an St. Leonhard neben der der Hauptkirchen in der Innenstadt erwähnt.

Orgelbauten sind belegt für
1713 die 2. Orgel,
1784 die 3. Orgel,
1895 die 4. Orgel,
1959 die 5. Orgel nach dem Wiederaufbau der Kirche und schließlich
2001 die jetzige Mühleisen-Orgel gegenüber der Kanzel am Rande des Chorraumes.

1912 wird der Kirchenchor St. Leonhard gegründet, der bis 2009 Bestand hatte. 1965 begann der damalige Kantor Michael Matthes auf einer halben Kantorenstelle eine umfangreiche kirchenmusikalische Chorarbeit mit Kindern und Jugendlichen und schaffte ein sehr umfangreiches Orffinstrumentarium an. 1966 wurde die Agende 1 eingeführt. Tragische familiäre Umstände unterbrachen dann diese gute Arbeit des Kantors, die für Jahrzehnte viele positive Erfahrungen hinterlies. Als Nachforgerin von Herrn Matthes war Frau Ulrike Cran von  Oktober 1980 bis Juni 1984 als nebenamtliche Kirchenmusikerin in St. Leonhard  tätig. Mit der Singgemeinschaft  St. Leonhard - St. Bonifaz, die damals aus 47 Mitgliedern bestand, gab es neben vielfältigen geselligen Aktivitäten abwechselnd in den beiden Gemeinden (Herbstball, Tanz in den Mai, Faschingsfeiern, Fisch und Gans Essen, Weihnachtsfeiern, Ausflüge) jährlich wiederkehrend: Singen bei der Konfirmation, an Karfreitag, am Sonntag Kantate,  an zwei bis drei Adventssonntagen, am Hl.Abend und Weihnachten, zum Gedächtnis der Entschlafenen und vieles mehr,  aufgeteillt in den beiden Kirchen St. Leonhard und St. Bonifaz, oft mit 2x singen nacheinander an einem Sonntag. Im Jahr 1981 gab es auch zwei Fernsehgottesdienste, die aus der katholischen Nachbargemeinde St. Bonifaz übertragen wurden. Später kam auch noch ein Jugendchor dazu. Nach Frau Cran übernahm Herr Hanns Udo Bernhard die Singgemeinschaft, die er bis 1995 in der vertrauten Qualität in St. Leonhard nebenamtlich leitete. Auf Grund eines schlüssigen Gesamtkonzeptes entstand 1995 eine hauptamtlichen 100%-Stelle. Damit wurde die Kirchenmusik völlig neu geregelt und durch die Besetzung mit Kantor Michael Grünwald 1997 konzeptionell neu gefüllt. Die Ökumenische Singgemeinschaft wechselte in dieser Umbruchzeit nach St. Bonifaz und behielt Herrn Bernhard weiterhin als Chorleiter. Mit der nun hauptamtlichen Kirchenmusik wurde unter den Stichworten  “Kirchenmusik beginnt mit vier“ und „Partnerschaft in der Verkündigung der kirchlichen Berufsgruppen mit der Kirchenmusik“ die Kirchenmusik zu einem tragenden Pfeiler in unserer Gemeinde, was sowohl einen Niederschlag in den Kindermuskitagen, wie auch der religiösen Früherziehung in den vielen Kindertagesstätten hat. 2006 fusionierten die Kirchengemeinden St. Leonhard und Kreuzkirche Schweinau. Die Kirchenchöre wurden zusammengelegt und der örtliche Schwerpunkt der Probenarbeit in das Gemeindehaus St. Leonhard gelegt. 2007 wechselte Kantor Michael Grünwald die Stelle und wurde Dekanatskantor des Dekanates Weiden. Es folgte ein Jahr Vakanz. Im Jahr 2008 wurde unsere Stelle nun als erstmalig als Dekanatskantorenstellen mit dem Schwerpunkt "Musik mit Kindern und Jugendlichen im Dekanat Nürnberg" mit Frau Elisabeth Lachenmayr neu besetzt.